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Wie überlebt die Wahrheit? In Afrika geraten Journalisten oft zwischen die Fronten

Völkermord - gestern in Ruanda, heute in Darfur. Rebellengruppen und Warlords kämpfen gegen Regierungen und Zivilbevölkerung - einst in Sierra Leone und heute noch im Kongo. Menschenrechtler stehen unter Druck - zum Beispiel im Tschad und in Angola. Regierungen sehen gerade bei Konflikten unabhängige Berichterstattung als Bedrohung an - in Guinea-Bissau, im Niger.

Viele Staaten Afrikas versuchen, nach einer von Gewalt bestimmten Vergangenheit eine friedliche und demokratische Zukunft aufzubauen. In Ländern, in denen viele Menschen nicht lesen und schreiben können, wo Strom und Internet nicht zuverlässig funktionieren, ist das Radio die Informationsquelle Nummer eins. In vielen Staaten Afrikas dominieren staatliche Medien oder solche mit bestimmten politischen Interessen das Informationsangebot.

Wer kann die Menschen unter diesen Umständen mit unabhängigen und glaubwürdigen Informationen versorgen? Wie lässt sich verhindern, dass Medien selbst den Hass mit anfachen wie in Ruanda oder der Elfenbeinküste? Und welche Rolle können unabhängige Medien für die Zukunft afrikanischer Staaten spielen?