<< zurück zur Übersicht
Nach Kriegen, als Teil des politischen Wiederaufbauprozesses sehen sich politische Führer oft erheblichem nationalen und internationalen Druck ausgesetzt, Wahlen abzuhalten. In Afrika wurden Wahlen indes oft über Jahre oder sogar Jahrzehnte verzögert. Das ermöglichte es den regierenden Parteien, ihre Machtposition zu festigen. Eine Politik mit unterschiedlicher Erfolgsquote.
Allerdings hat in Afrika in den letzten Jahren die Zahl freier Wahlen zugenommen. Das Risko von Auseinandersetzungen nach diesen Wahlen wiederum hat sich dadurch erhöht. Die Diskussionsrunde wird die komplexen Beziehungen zwischen Medien und Mächtigen, oder jenen, die in einer Nachkriegssituation nach Macht streben, untersuchen. Alle Medien - Zeitungen, Blogs oder sogar Gedichte - können eine Rolle bei Konfliktbewältigung oder -verschärfung spielen. Mittels afrikanischer Fallstudien wird der Zusammenhang zwischen dem Bestreben, nach einem Krieg die Macht zu festigen, den Medien und freien Wahlen analysiert. Mögliche Optionen für Interventionen und Regulierung werden ebenfalls berücksichtigt werden.
Veranstaltet von Programme in Comparative Media Law and Policy,
Universität Oxford
Podiumsteilnehmer:
Nicole Stremlau, University of Oxford
Research findings from study on media and post-election violence
Emmanuel Saffa Abdulai, Executive Director for Society for Democratic Initiatives
The regulation of hatespeech in post-war environments
Yusuf Gabobe, Editor-in-Chief, Haatuf Media Group, Somaliland
The media and the 2009 elections in Somaliland
Daniel Bekele, University of Oxford
Ethiopia's 2005 post-election violence
Donnerstag, 4. Juni 2009, 11:30 Uhr, Raum C
